Erdlicht (1–2) | 2025

Porzellan | Stampfmasse | Lampenfassung | Leuchtmittel | Kabel | 35×15 cm und 40×15 cm
Ausstellungsansichten: Charina Bräm | Anneka Beatty

Der Sockel aus Stampflehm ist roh, schwer und direkt im Material verankert. Er verweist auf eine der ältesten Baustofftraditionen der Menschheit. Darauf liegen fragile Körper aus Porzellan, einem hochveredelten keramischen Material, das historisch für Reinheit und Wertigkeit steht. In Erdlicht (1–2) wird diese Erwartung gebrochen: Das Porzellan erscheint nicht geschlossen und makellos, sondern durchscheinend und verletzlich. Die Konstellation stellt einen Kontrast her zwischen dem archaischen Erdmaterial und dem industriell verfeinerten keramischen Körper, zwischen Schwere und Fragilität, Verdichtung und Durchlässigkeit.