Der Reproduktive Körper | 2026

Lehm | Steine | Mehrere Objekte | 10×20–25×35 cm
Ausstellungsansichten: Max Reitmeier

Die Stücke sind aus lokalem Ton gefertigt und organisch geformt. Teilweise brechen sekundäre Formen aus der ursprünglichen Struktur hervor, während verborgene Hohlräume im Inneren angedeutet bleiben. Die Oberflächen zeigen feine Risse und Einschreibungen. Der Eindruck eines langsamen Zerfalls wird sichtbar: Die Formen bleiben stabil, beginnen jedoch strukturell nachzugeben. Der Ton enthält steinige Einschlüsse, die sich im Brennprozess verändern. Sie reagieren hygroskopisch, nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf und führen mit der Zeit zu Volumenveränderungen und Kalkabsprengungen. Diese Reaktionen sind materiell vorhersehbar, ihr zeitlicher Verlauf bleibt jedoch unbestimmt. «Der reproduktive Körper» zeigt Material als ein System kontinuierlicher Veränderung, in dem Stabilität und Auflösung gleichzeitig präsent sind.