Ich arbeite mit keramischen und hybriden Materialien, die sich unter Einfluss von Druck, Hitze und Zeit nicht stabil verhalten, sondern fortlaufend transformieren. Ton, Gips, Steinmehl und synthetische Stoffe treten als aktive Materialsysteme auf, die Form nicht nur tragen, sondern selbst mitbestimmen.
Mich interessiert Material als Prozesszustand zwischen geologischer Zeit und menschlichen Eingriffen: zwischen langsamer Sedimentation und industriell hergestellten Stoffen wie Porzellan, Gips oder Kunststoff, die in natürliche Kreisläufe eingreifen und sie überlagern. Skulptur verstehe ich als zeitgebundene Situation, in der diese Überlagerungen sichtbar werden.
Meine Arbeit bewegt sich im Kontakt von geologischen Materialien und künstlich hergestellten Stoffen, in denen neue materielle Zustände entstehen – stabil und instabil zugleich, kontrolliert und reaktiv. Transformation ist dabei ein permanenter Zustand des Materials selbst.